Mallorca outreach
2026
Im Februar 2026 starteten wir hochmotiviert und voller Erwartung zu einem knapp zweiwöchigen Missionseinsatz nach Mallorca.
In Kooperation mit der RMS (Reach Mallorca School) durfte unser zwölfköpfiges Team erleben, was passiert, wenn man sich auf den Weg macht, um den Namen Jesus an einem Ort groß zu machen, wo Menschen oft nach ganz anderen Dingen suchen.
Schon am Flughafen wurden wir daran erinnert, dass das Wort Gottes eine sprengende Kraft hat, als die Bibeln von zwei unserer Teilnehmer auf Sprengstoff kontrolliert wurden.
Auf Mallorca angekommen, war unser Ziel klar: Wir wollten lernen, die gute Botschaft – das Evangelium – authentisch weiterzugeben und mutig für Menschen zu beten.
Die RMS war dabei der perfekte Partner, um uns auszurüsten und direkt in die Praxis zu führen.
Morgens starteten wir den Tag mit einer persönlichen „stillen Zeit“. Die Finca und der große Garten boten dazu verschiedene Plätze, um in Ruhe im Wort Gottes zu lesen oder den Herrn bei einem kleinen Rundgang laut zu loben. Es war herrlich, währenddessen die wunderbaren Sonnenaufgänge und die üppige Schöpfung Gottes zu bestaunen.
Die Vormittage waren mit Worship, Gebet und Lehre gefüllt und wir haben viele verschiedene Tools kennengelernt, um den Menschen von Jesus zu erzählen, das Evangelium weiterzugeben und durften eigene Grenzen erweitern.
Wenn du darüber mehr wissen möchtest, komm doch zu unserem CrossWalk -Training (https://crosswalk-ev.org/crosswalk-training-2026-2027/) oder melde dich als Tagesgast zu unserem Seminartag „Diese Welt erreichen“ an.
An den Nachmittagen wurde es dann praktisch: Wir waren an verschiedenen Stellen am Ballermann unterwegs, in Palma, in Valdemossa und in Magaluf.
Am Ballermann – der eigentlich Balneario 6 heißt – konnten wir in mehreren Kleinteams für die Menschen und den Ort beten. Wir haben z.B. vor dem bekannten „Bier-König“ den Namen Jesus erhoben, haben ausgerufen, dass Jesus König ist und ER dort regieren soll. Wir haben für die Touristen gebetet und für die Organisatoren der großen bekannten Locations wie z.B. den „Megapark“, der von außen wie eine Kirche aussieht.
In Palma haben wir ein evangelistisches Bingo veranstaltet. Aufgaben waren hier z.B.: „Frage eine Person, die gerade ein Selfie von sich vor der bekannten Kathedrale machen will, ob du ein Foto für sie machen sollst, und erkläre ihr hinterher anhand des „The Four“ Armbandes das Evangelium.“
Es hat uns allen große Freude bereitet zu erleben, wie anfängliche Ängste sich nach und nach verloren und zu sehen, wie offen die Menschen waren. Fast alle haben das Angebot angenommen. So konnten wir vielen Menschen das ganze Evangelium erklären und im Anschluss noch mit ihnen beten.
Gott hat sich zu unserem „Gehen“ dazugestellt und Türen geöffnet.
Bei der Aufführung eines evangelistischen Theaterstücks unserer Teilnehmer an einem öffentlichen Platz konnten wir mit einer Gruppe junger Frauen, die auf Mallorca leben, ins Gespräch kommen, ihnen von Jesus erzählen, sie mit der RMS vernetzen und zu einem der wöchentlich stattfindenden Gottesdienste auf die Finca einladen. Es war sehr bewegend!
Einen dieser Gottesdienste, zu dem sowohl Einheimische als auch Touristen eingeladen sind, durften wir mitgestalten. Eine Teilnehmerin unseres Einsatzes hat durch den Abend geleitet, eine andere hat ihr Lebenszeugnis mit uns allen geteilt und erzählt, wie sie von einem ausschweifenden Partyleben zu Jesus fand und bei IHM endlich zur Ruhe kam. Das hat natürlich super zur Partyinsel Mallorca gepasst. Einige andere Teilnehmer des Einsatzes standen als Gebets- und Segensteam bereit und konnten im Anschluss für einige Besucher beten.
Mit Essen und Gemeinschaft endete dieser tolle Abend. Wir waren sehr berührt von dem Herz und der Haltung des RMS Teams. Jedem Menschen – egal ob Nachbarn, Touristen, Obdachlose, Einheimische oder sonstige Gäste – wurde so herzlich und auf Augenhöhe begegnet, mit liebevoller Wertschätzung und Annahme. Das hat uns alle sehr berührt!
Um die RMS und ihren Invest in die vielen Menschen auch finanziell zu segnen, veranstalteten wir an einem der Nachmittage eine bereits im Vorfeld geplante Spendenaktion. Da man sich im Missionsfeld oft damit konfrontiert sieht, sich einen eigenen Spenderkreis aufzubauen, wollten wir auch hier erfahren, wie sich das in der Praxis verhält.
Vor dem Einsatz hat sich jeder Teilnehmer Spender gesucht, die mit einem Beitrag ihrer Wahl unsere Aktion unterstützten. Wir veranstalteten eine Müllsammelaktion. Die Challenge lautete: „Wir sammeln 1,5 Stunden lang Müll oder jäten Unkraut im großen Garten der RMS. Welchen Geldbetrag bist du bereit mir pro 200 Gramm gesammelten Müll/Unkraut zu spenden?“
Mit viel Elan und Power wurde kräftig gesammelt und gearbeitet. Am Ende konnten wir die RMS mit knapp 5000 Euro segnen.
An einem weiteren Nachmittag wollten wir der RMS gerne ganz praktisch dienen: Wir haben Rasen gemäht, Hecken und Büsche geschnitten und gestutzt, Schuppen repariert, geputzt und gefegt und, und, und …
Das große Gelände und die Finca werden von dem Team der RMS selbst bewirtschaftet. Das ist ohne Hilfe von außen wirklich herausfordernd. So konnten wir sie mit viel Herz und Freude etwas unterstützen.
Magaluf ist ein Ort auf Mallorca, welcher völlig vom Partytourismus bestimmt ist. Eine Hotelburg reiht sich an die nächste und dazwischen findet man jede Menge Bars, Clubs, Lapdance Etablissements usw. Mittlerweile hat sich dort auch ein Straßenstrich etabliert. Es ist wirklich ein unfassbar düsterer Ort und wir konnten alle die Bedrückung spürbar wahrnehmen.
Ein Missionar aus England lebt dort und veranstaltet regelmäßig Gottesdienste auf der Terrasse einer Disco, die er zu bestimmten Zeiten nutzen kann. Spaziergänger und vorbeigehende Touristen können die Gottesdienste hören und sehen und sind natürlich herzlich eingeladen, dazu zu kommen.
Schon im Eingangsbereich roch es überall nach Nikotin und Alkohol, es war sehr schmutzig und etwas heruntergekommen. Mitten in dieser Umgebung stand ein aufgebauter Tisch mit Brot und Traubensaft, um das Abendmahl miteinander zu feiern. Auch hier durften wir uns einbringen. Wir haben Gott angebetet und mit Lobpreis Sein Licht an diesem dunklen Ort scheinen lassen.
Wieder konnten wir einzelne Lebenszeugnisse mit den Besuchern teilen und unser evangelistisches Theaterstück aufführen. In diesem Stück geht es darum, dass Jesus von negativen Bindungen befreit, wie z.B. die der Bindung des Mammon (Geld). Ein Besucher war zu Tränen gerührt, da er erst kürzlich von Spielsucht befreit worden war.
Hinterher sind wir noch – in Begleitung des Missionars – an verschiedene Plätze in Magaluf gegangen, wie z.B. den Straßenstrich und haben dort miteinander den Namen Jesus erhoben und gebetet.
Jedes Jahr im Sommer beim großen Mallorca Outreach gehen viele junge Menschen an diesen Ort und bringen den Partytouristen die gute Botschaft von Jesus Christus. Eine Aufgabe besteht auch darin, die stark alkoholisierten jungen Menschen – viele davon auch junge Mädels, die kaum noch laufen können, – sicher in ihr Hotel zurückzubringen und sie vor sexuellen Übergriffen zu bewahren. Die Helfer tragen alle eine gelbe Weste und heißen „Street-Angels“.
Uns als Team hat das alles sehr bewegt und berührt und wir mussten das erstmal „verdauen“.
Am Abend haben wir in einer Feedback Runde vor dem Kamin nochmal unsere Eindrücke miteinander geteilt und alles in die Hände Jesu abgegeben.
Diese Feedbackrunden waren unser abendliches Ritual und wurden uns zur lieben Gewohnheit. Gute, authentische Gespräche, echtes Miteinander, Gebet, das Teilen von Lebenszeugnissen und – wir geben es zu – auch jede Menge Chips und Knabbereien für die „Nerven“ taten einfach nur gut.
Überhaupt hatten wir eine echt tolle Gemeinschaft. Und das, obwohl wir fast 24/7, teilweise in kleinen Mehrbettzimmern sehr eng aufeinander„hingen“. Wir waren wirklich getragen vom Gebet unserer vielen lieben Beter, welche zu Hause regelmäßig für uns und unseren Einsatz gebetet haben. Das war ein Segen!
Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst einer spanischen Freikirche in Palma. Wie cool, bekannte Lobpreislieder nun auf spanisch zu hören und mitsingen zu können! Gloria Senor!
Zum Abschluss des Einsatzes haben wir eine Gebetswanderung an der Küste von Alcudia gemacht, die Insel gesegnet, Jesus erhoben und das frühlingshafte Wetter genossen.
Am letzten Abend konnten wir noch gemeinsam mit dem RMS Team beten. Wir haben die gemeinsame Zeit wirklich als so überaus segnend für beide Seiten erlebt und bleiben freundschaftlich miteinander verbunden. Einige von uns planen schon jetzt, wieder hinzufliegen und das Team bei ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.
Es gibt noch so viel mehr zu erzählen über diese wirklich tolle Zeit. Komm doch mal bei einem unserer Seminartage von CrossWalk vorbei und lerne uns kennen! Vielleicht bist du ja bei einem der nächsten Einsätze dabei? Wir würden uns freuen!
Diana & Madeleine und das Mallorca Einsatz Team













